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Inhalt: Leuchtturm Falshöft

LT_Falshöft

Leuchtturm Falshöft Bildergalerie Leuchtturm Falshöft

Geographische Lage
WGS 84 Koordinaten:
54°46.025' nördliche Breite
09°57.903' östliche Länge
Bauzeit 1908 bis 1910
Baumaterial Stahl, Backstein
Turmhöhe 24 m über Gelände
Tragweite 16 Seemeilen (gelöscht seit 2002)

Standort

Der Leuchtturm Falshöft steht an der Küste der Halbinsel Angeln in Schleswig-Holstein. Der Leuchtturm wurde in den Jahren 1908 bis 1910 erbaut.

Aufgabe

Der Leuchtturm ist nicht mehr in Betrieb. Er diente als Leit- und Orientierungsfeuer als auch Quermarkenfeuer. Sein Leitsektor führte die Schiffe südlich der Flensburger Förde an der Küste entlang, während seine Warnsektoren die Untiefen „Bredgrund“, „Kalkgrund“ und „Schleisand“ bezeichneten. Im Jahr 1969 wurde der Betrieb des Leuchtturmes Falshöft automatisiert und seitdem von einer in Kappeln gelegenen Schaltzentrale überwacht und gesteuert. Am 1. März 2002 wurde der Leuchtturm Falshöft nach genau 92 Betriebsjahren im Einvernehmen mit der dänischen Verwaltung abgeschaltet. In der Region stehen weiterhin der deutsche Leuchtturm Kalkgrund sowie der dänische Turm Kegnæs der Schifffahrt für eine sichere Navigation zur Verfügung.

Technik

Das Bauwerk hat eine Höhe von 24,4 m. Der Leuchtturm Falshöft wurde hauptsächlich aus gusseisernen Segmenten der Isselburger Hütte auf einem Sockel aus roten Backsteinen errichtet. Aufgrund seiner topographischen Lage, die nur wenig über dem Meeresspiegel liegt, weicht die Lichtpunkthöhe mit 25,0 m ü. NN nur unwesentlich von der Bauwerkshöhe ab. Das Leuchtfeuer wurde zuletzt mit einer 1.000 W starken 220 V Glühlampe betrieben. Die Lichtanlage mit Laterne wurde von der Fa. Pintsch aus Fürstenwalde gelieferte. Das weiße Licht hatte eine Tragweite von 16 Seemeilen, das entspricht etwa 29,6 km. Die Kennung lautete Ubr. (2) w. r. 16 s, also ein unterbrochenes Feuer in 2 Gruppen, weiß (Leitsektor), rot (Warnsektoren), Wiederkehr alle 16 Sekunden. Anfangs präsentierte sich der Leuchtturm Falshöft in grau. Im Sommer 1961 erhielt der Turm seinen heutigen rot–weißen Anstrich mit roter Bauchbinde und roter Laterne. 

Vergangenheit

Am 1. März 1910 wurde der Leuchtturm in Betrieb genommen. Ursprünglich wurde das Feuer mit Petroleumglühlicht betrieben, danach mit Flüssiggas. Im Jahr 1963 wurde ein Stromkabel nach Falshöft verlegt, so dass seitdem die Energieversorgung über das öffentliche Stromnetz erfolgte und elektrisches Licht zum Einsatz kommen konnte. 

Gegenwart

Nach seiner Außerdienststellung wurde der Leuchtturm Falshöft von der Bundesvermögensverwaltung zum Kauf angeboten. Er wurde 2002 von der Gemeinde Pommerby erworben und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Seit Februar 2000 befindet sich im 3. Stockwerk des Turmes ein Trauzimmer des Standesamtes. Der Turm ist heute eine wichtige touristische Attraktion auf der Halbinsel Angeln und kann bestiegen werden.

Leuchtturmbriefmarke

Motiv Leuchtturm Falshöft

Briefmarke_LT_Falshoeft

Wert: 55 Cent
Erstausgabetag: 10.06.2010
Herausgeber: Deutsche Post AG